Da gibt es z. B. den Zimmermann, einen Spiegeltrinker. Das heißt, dass er 1. einen gewissen Level braucht, um zu funktionieren und 2. an ein bestimmtes Quantum gewöhnt ist, sodass er nicht auffällig wird, außer durch seine Fahne natürlich. Diese Gruppe ist die, die allabendlich am Stammtisch sitzt und im bierseligen Zustand über Gott und die Welt philosophiert. Man muß erwähnen, dass dabei noch nichts heraus gekommen ist, obwohl die Stammtischphilosophen in der 10. Generation alles wissen und wer am lautesten schreit am Ende Recht hat. Zuhause findet Sex nur noch an Sonn- und Feiertagen statt, wenn überhaupt, weil der „Olle“ zwar meint, alles zu wissen, aber durch seine tagtägliche Sauferei den Griffel nicht mehr stellen kann. Die Frauen dieser Spezies, meist unterwürfige Weibchen, spielen das Spiel mit, weil es ja im Freundes- und Bekanntenkreis auch nicht anders ist. Die Kinder sind auch aus dem Gröbsten raus und so arrangiert Frau sich eben mit der Situation, vielleicht auch deswegen, weil sie es nicht besser weiß oder zum Nachdenken überhaupt noch nie fähig war. Diese Form des Alkoholismus nennt sich übrigens: Delta-Trinker.

Dann gibt es noch den Alpha-Trinker, der mit dem Alkohol seine Probleme zu lösen versucht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Banalitäten im Laufe der Jahre als Probleme angesehen werden.

Der Beta-Trinker ist ein Gelegenheitstrinker, der vornehmlich nur am Wochenende säuft und diesem schon die ganze Woche über entgegenfiebert.

Der Epsilon-Trinker oder Quartalssäufer schüttet nach wochenlanger Abstinenz völlig unkontrolliert und tagelang die „Brühe“ in sich rein und am Ende steht der Gamma-Trinker, der psychisch und physisch von Alkohol abhängig ist und nichts mehr kontrollieren kann.

Meistens handelt es sich aber bei den Betroffenen um Mischformen, so dass eine direkte Zuordnung gar nicht möglich ist.

Allen gleich ist allerdings, dass sie den Alkohol brauchen, ob sich das die Betroffenen und ihre Angehörigen eingestehen wollen oder nicht.