Man kann sich sicher darüber streiten, ob die Rente mit 67 Jahren aufgrund der demographischen Entwicklung Sinn macht oder nicht.
Aber, wenn man das Rentenalter schon hoch setzt, dann müsste jemand mit Mitte 40, der noch 22 Arbeitsjahre vor sich hat, auch erwarten können, dass ihm ggf. noch eine Umschulung oder eine qualifizierte Aus – oder Weiterbildung ermöglicht wird.
Das hätte sicher viele Vorteile, aber es wird eben nicht gemacht, normalerweise fällt nämlich spätestens mit Anfang 40 der Hammer, weil die dafür zuständigen Politiker nur zu genau wissen, dass heutzutage schon Leute mit Mitte 30 keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt haben.
So konzentriert man sich auf die Jungen, die den Hauptschulabschluss nicht gepackt haben und steckt hoch motivierte Ausländer in Sprachkurse. Das ist grundsätzlich zwar zu begrüßen, aber bringt weder das Land noch den Einzelnen sehr viel weiter, weil zwar Grundvoraussetzungen geschaffen werden, um sich im Leben überhaupt ein wenig vorstehen zu können, aber mit Qualifikation hat das absolut nichts zu tun.
Den Kardinalfehler sehe ich eigentlich in unserem Schulsystem, da habe ich bereits Stellung dazu bezogen und möchte an dieser Stelle vielleicht nur noch ergänzen, dass die Vermittlung von fundierten PC-Kenntnissen auch zu den Grundfächern gehören sollte, weil wir es erleben werden, dass in wenigen Jahren ohne dieses Gerät überhaupt nichts mehr geht und diejenigen, die damit nicht umgehen können, ebenfalls auf der Strecke bleiben werden.
Zum Zweiten ist es aus meiner Sicht unverzichtbar, dass Leute, die in Heil – und Lehrberufen tätig sein wollen, ich nenne hier einmal Lehrer und Sozialpädagogen, erst einmal den Nachweis erbringen müssen, dass sie charakterlich für diese Aufgaben überhaupt geeignet sind.
Aber das ist wohl Wunschdenken, denn wenn diejenigen, die das Land regieren schon nicht die Voraussetzungen für ihren Job erfüllen, kann man das von ihren Untergebenen wohl auch nicht verlangen. Man dreht sich da lediglich so nach dem Wind, dass es einem zum Vorteil gereicht und handelt oftmals bar jeglicher Vernunft und gegen das Interesse der Bevölkerung, da Macht und Geld allemal wichtiger sind als Charakter und Seriosität.
Was hat sich denn seit dem Mittelalter überhaupt geändert ? Früher hatte man einen König, der sich heute Bundeskanzler nennt, das Kabinett entspricht dem Hofstaat und die Ministerpräsidenten hießen Fürsten.
Die Unterdrückung, Bevormundung und Ausplünderung des gemeinen Volkes ist geblieben, nur die Methoden haben sich geändert, sind subtiler geworden, aber deswegen nicht weniger effektiv.